Dem Spenden-Euro mehrere Leben geben

Sophie Eisenmann, Mitbegründerin von Yunus Social Business, sprach am 11. Oktober im Großen Saal der Volksbank Ulm-Biberach darüber, wie ihr Team um den Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus durch Unterstützung von Sozialunternehmen die Armut in der Welt beseitigen möchte.

Der Grundgedanke: bei einem herkömmlichen Spendenprojekt wird das Geld z.B. für Hilfsgüter ausgegeben und ist weg. Investiert man dieses Geld jedoch in ein selbst tragendes Social Business mit einem funktionierenden Geschäftsmodell, arbeitet das Geld weiter, schafft Arbeitsplätze, beseitigt Armut und kann idealerweise nachher in eine weitere Unternehmung investiert werden.

Eisenmann stellte mehrere solcher Projekte vor. Zum Beispiel unterstützt Golden Bees lokale Imker in Uganda mit Ausstattung, Expertise, aber auch dem wichtigen Zugang zu internationalen Märkten, auf denen sie ihre Produkte zu einem wesentlich höheren Preis verkaufen können als in ihren Dörfern. Die Imker und ihre Familien kommen damit aus der Armut heraus und können die Ausbildung ihrer Kinder finanzieren - ein wichtiger Grundstein für nachhaltigen Wohlstand.

Ein zentraler Aspekt der Projekte ist die Skalierbarkeit, d.h. dass diese prinzipiell auf immer mehr Regionen und Länder ausdehnbar sind. Zum Konzept gehört auch die enge Begleitung der Projekte vor Ort durch Expertise und Vernetzung mit möglichen Partnern.

Sophie Eisenmann referiert über die Bekämpfung von Armut durch Social Businesses
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