Auf die Kommunikation kommt es an

Prof. Achim Bubenzer referiert bei Bürgerimpulse über den Klimawandel

Prof. Achim Bubenzer hat sich der Klimakommunikation verschrieben. Der Physiker und ehemalige Rektor der Hochschule Ulm argumentiert, dass die Art und Weise, auf die seit über 20 Jahren über den Klimawandel gesprochen wird, einer Lösung des Problems mitunter im Wege steht. Sachlich, ohne Schuldzuweisungen und ohne Ängste sollte mit dem Thema umgegangen werden – aber auch nicht zu technisch, denn wer kann mit Angaben wie "400 ppm CO2" schon etwas anfangen?

Sein Vortrag vor über 170 Gästen im Großen Saal der Volksbank Ulm-Biberach stellte zunächst ein paar Fakten dar: was sehen wir schon jetzt, z.B. schmelzende Gletscher in den Alpen? Es folgten 6 Gründe, weshalb der Klimawandel dennoch schwer zu begreifen und anzugreifen ist: schwere Folgen sind (noch) nicht vor der eigenen Haustür zu sehen und werden auch international oft erst noch erwartet; die Lösung ist zudem eine Gemeinschaftsaufgabe und von Einzelnen nicht zu leisten.

Schließlich setzte sich Bubenzer der Reihe nach mit 10 häufigen Argumenten und Äußerungen auseinander, die in der Debatte vorgebracht werden – z.B. Deutschland allein könne die Welt nicht retten. Nicht alle Argumente sind vor der Hand zu weisen, aber auch kein Grund, die Hände in den Schoß zu legen.

Das Ziel müsse eine motiviertende Klimakommunikation sein: weniger unverständliche Zahlen, weniger traurige Bilder z.B. abgemagerter Eisbären und auch keine Weltuntergangs-Szenarien. Der Kampf gegen den Klimawandel hat viel mehr das Potenzial, zu einer Erfolgsgeschichte globaler Kooperation zu werden, die eine lebenswerte Welt für unsere Kinder schafft. Beispiele dafür sollte man in den Vordergrund stellen. Dann macht auch das Mitmachen wieder Spaß!

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